EXKURS: DER CRACKJARGON
Die Sprache der Cracker entstand aus einer Mischung von Hackerslang und den Jargons anderer Subkulturen, wie zum Beispiel der Skateboard- oder Graffiti-Szene. Typisch ist vor allem eine willkürliche Verwendung der Groß- und Kleinschreibung. Häufig werden Buchstaben auch durch ähnlich aussehende Zahlen oder Sonderzeichen ersetzt, was ursprünglich verhindern sollte, daß abgefangene Nachrichten von polizeilichen Ermittlern automatisch ausgelesen werden konnten.
Beispiel:
7 ersetzt T
3 ersetzt E
1 ersetzt L
etc.
Das Wort Elite, das im Crackerjargon recht häufig benutzt wird, wird oft mit "31337" oder "1337" verfremdet.
Sehr oft wird auch das englische Plural-s durch ein "z" ersetzt. Schwarzkopien nennt man somit in der Szene Warez. Dabei unterscheidet man Gamez (Spiele) und Appz (Applikationen, Anwendungsprogramme). Außenstehende oder schlicht unerwünschte Personen werden in der Szene als Lamer (zu deutsch: jemand, der lahm ist) verspottet.
Ein ganzer Satz aus der Crackerszene könnte beispielsweise lauten: "pH33r mY 31337 h4x0r 5k177z, u 1aMer", was bedeutet: "Fear my elite haxxor (hacker) skills, you lamer!" (zu deutsch: Fürchte meine überlegenen Hackerfähigkeiten, du Verlierer). Klare Regeln zur Entschlüsselung gibt es jedoch nicht.
Einige der neuen Begriffe wurden schließlich sogar in den ursprünglichen Hackerjargon aufgenommen. Viele Ausdrücke sind mittlerweile auch in den allgemeinen Sprachgebrauch von Jugendlichen bei der Kommunikation im Internet eingegangen.
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