Das Delikt Raubkopieren nimmt in unserer heutigen Informationsgesellschaft eine Sonderstellung ein. Es gilt rechtlich gesehen als Verbrechen, urheberrechtlich geschützte Produkte zu duplizieren oder sie ohne Bezahlung zu nutzen. Dennoch ist Raubkopieren ein Massenphänomen. Millionen Menschen auf der ganzen Welt eignen sich auf illegalem Weg Schwarzkopien an. Maßnahmen gegen die Täter sind weites gehend erfolglos. Die verbotenen Plagiate sind verbreiteter als jemals zuvor.
Oftmals wird ein hoher technischer Aufwand betrieben um sich vor den strafrechtlichen Konsequenzen zu schützen, den Tätern ist also durchaus bewusst, dass sie ein Verbrechen begehen.
Raubkopierer fügen der Wirtschaft durch ihr Handeln einen enormen Schaden zu. Organisationen zur Verfolgung von Urheberrechtsdelikten sind im Grunde machtlos gegen die breite Masse an Menschen, die von Raubkopien Gebrauch machen, so dass sie sich oftmals auf verhältnismäßig wenige massive Urheberrechtsverletzungen konzentrieren.
Die von uns geführten Interviews stützen unsere Hauptthese: „Raubkopieren – Ein gesellschaftlich akzeptiertes Verbrechen.“ Durch die Ergebnisse der Gespräche war es uns möglich Vermutungen zu bestätigen und Aussagen zu beweisen. Aufgrund der Tatsache, dass Fachliteratur zu diesem Thema rar ist, hatten wir so die Möglichkeit, uns auf andere Quellen zu beziehen. Unsere Hauptquelle ist das Buch „No-Copy – Die Welt der digitalen Raubkopie“, welches durch unserem Außenfachbetreuer Dipl. Inf.-Wirt (FH) Jan Krömer als Coautor verfasst wurde.
Die Zielsetzung unserer Arbeit, ein objektives Bild über die Thematik zu verschaffen sowie Aufklärung zu betreiben und vor allem Aufmerksamkeit zu erwecken, haben wir konsequent verfolgt.