Im heutigen digitalen Zeitalter ist durch das Internet nahezu alles möglich. So kann man Tagebücher veröffentlichen, über Online-Banking Zahlungen vornehmen, in virtuelle Gemeinschaften eintreten oder mit Hilfe von Spielen ganze Welten mit zahlreichen real agierenden Mitspielern bewundern. Doch oft wird das Internet missbraucht. So gibt es virenbehaftete Spam-Mails und pornografische Internetseiten, die von jedem Minderjährigen ohne Probleme eingesehen werden können. Eine weitere Form stellt der Tausch von raubkopiertem Material dar. Unsere Arbeit beschäftigt sich mit eben jenem Problem und geht dabei auf gesellschaftliche, rechtliche, technische sowie ökonomische Aspekte des Raubkopierens ein.
Damit versuchen wir, Andreas Schönau, Jakob Kufert und Kay Thunig, eine objektive und zugleich leicht verständliche Betrachtung dieser Thematik zu erstellen. Der genaue Titel der Arbeit „Raubkopieren – ein gesellschaftlich akzeptiertes Verbrechen“ dient der Provokation und dem Erwecken von Interesse. Durch dieses Interesse haben wir die Möglichkeit mit diesem bedeutenden Thema eine direkte Aufklärung zu betreiben. Der Eigenanteil setzt sich aus drei verschiedenen Interviews zusammen, die mit herausragenden Repräsentanten der „Szene“ geführt wurden. Die Befragungen dazu sind im Anhang einzusehen und dienen in der Arbeit als Untermauerung der Hauptthese sowie der einzelnen Aspekte. Eine größere Schwierigkeit stellte während unserer Arbeit die Quellenlage dar. Aufgrund des thematischen Schwerpunktes auf im Internet kursierende Raubkopien, war Fachliteratur nur schwer auffindbar. Durch unseren Fachbetreuer Dipl. Inf.-Wirt (FH) Jan Krömer, der das Buch „No Copy – Die Welt der digitalen Raubkopie“ verfasste, konnten wir die Quellenlage verbessern.